Eine Tasche voller Zeit:

Seit Schuljahresbeginn, teilweise schon seit Juli vergangenen Jahres, beschäftigen sich Schüler der FSL in vielen Bereichen mit dem  Thema „Zeit". Insbesondere an den Nachmittagen während Theater, Tanz, Zirkus, Maskenbau, Crafternoon, Kunst, Soziales,...

Mit viel Spaß, Unterstützung und Begleitung ihrer Pädagogen und noch mehr Engagement entstand das Theaterstück „Eine Tasche voller Zeit“ und nach vielem und intensivem Proben, Umschreiben und Umarbeiten wurde es am Wochenende, Freitag - Samstag im Club Vaudeville erfolgreich aufgeführt.

Alle Veranstaltungen waren ausverkauft.

 

 

 

Im Vorraum des Club Vaudeville gab es als Rahmenprogramm eine Ausstellung  mit Texten, Kunstwerken, Video und Interviews, sowie einen Taschenverkauf. Schülerinnen hatten im Unterricht selbst Taschen hergestellt und verkauften diese, um mit dem Erlös einen Besuchsdienst, der totkranke und sterbende Menschen begleitet, zu unterstützen.

Anfangs schien es ein klassisches Schultheaterstück zu sein, märchenhaft und naiv. Die kleine Lara erhält von ihren Eltern eine rote Tasche -  eine Tasche voller Zeit und soll in die Welt hinausgehen um herauszufinden, was es mit der Zeit auf sich hat.

Auf Lara´s Weg verändert sich das Stück, sie gerät in einen wilden und zugleich monotonen Maschinen-Uhren –Alptraum, sehr treffend dargestellt durch Tänzer und Zirkusartisten.

In der nächsten Szene befindet sie sich in einem Seniorenheim. Mit selbstgebauten Masken haben die Schüler des Maskentheaters gezeigt, dass es um mehr geht. Es handelt vom Alter, der Einsamkeit, Krankheit, Unbeweglichkeit und was es bewirkt, wenn Jung und Alt zusammen sind. Poetisch und berührend gespielt -  manch ein Zuschauer musste eine Träne wegwischen.

Lara, welche abwechselnd von Schülerinnen der Jahrgangsstufen 2-9 gespielt wurde, wandelt weiter und erfährt immer mehr, dass die Welt durch  Zeitmangel, Druck und Hetze immer unheimlicher wird. Es passiert, dass man dem Leben versklavt ist und durch diesen Druck, immer mehr arbeiten zu müssen, hängt das Leben am roten Fäden, bis man tot umfällt und ausgetauscht wird.

Dann die Wende: Eine Familie zeigt,  wichtig es für eine Familie ist, nicht nur zu arbeiten und Geld zu verdienen. Es ist die Zeit, die man miteinander verbringt, die Zeit in der man zuhört und genau hinschaut, diese Zeiten machen das Leben lebenswert.

Lara erkennt die wesentlichen Werte wie das Teilen, das Schenken, das genaue Hinschauen und Hinhören, das Leben im Einklang mit der Natur.

Von Szene zu Szene wird man geführt, staunend und beeindruckt war man und wurde hervorragend unterhalten mit Akrobatik und Zirkuselementen der jüngsten Schüler und Schülerinnen der FSL.

Über 60 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1-9 haben es geschafft, dieses allgegenwärtige Thema abwechslungsreich, berührend, tiefgründig und vor allem sehr vielfältig in einer Aufführung darzubieten.

Sie haben es geschafft alles zusammenzuführen und zu zeigen, wie sie, als nächste Generation, präsent und bewusst ihr Dasein im Hier und Jetzt erleben.

Es gab tosenden Applaus und Standing Ovations.