Unser Chinese:

 Ein Gastbeitrag von Albert:

 

„Ich würde gerne einen kleinen Artikel über dich und deine Zeit in Lindau schreiben. Titel: Boris - unser Chinese“. Political correctness? Er lachte laut – „Gimme five.“

Eigentlich heiße er Wang Lin. Aber fast niemand nenne ihn Lin. Den Namen Boris habe er von seiner ehemaligen Deutschlehrerin in China bekommen. Er habe ihm gleich gefallen und er habe sich sofort auf eine unerklärliche Weise damit identifizieren können. „Außerdem: It`s just a name.“

So ist er, Boris: unkompliziert, offen, mit einer gehörigen Prise Humor.

„Früher war ich faul und habe dadurch wohl zwei bis drei Jahre meines Lebens verschwendet.“ Sein Ziel sei es aber nun, hier in Deutschland die Mittlere Reife, dann das Abitur zu machen und später wolle er studieren. Als er im September 2018 in der Dialoge Sprachschule angekommen sei, sei sein Deutsch noch ein bisschen spärlich gewesen. Aber schon im Januar diesen Jahres habe er die Freie Schule Lindau besuchen dürfen und sei jetzt gerade dabei, die Prüfungen zur Mittleren Reife abzulegen. Einen großen Anteil daran, dass er in so kurzer Zeit so schnell habe voranschreiten können, hätten nicht nur seine „mega“ freundlichen und hilfsbereiten Lehrer, Mitschüler und Freunde, sondern auch seine erste Gastfamilie und seine jetzige Gastmutter. Mit ihnen habe er über alle möglichen Themen sprechen und diskutieren können. Er sei sehr dankbar für die Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft, die er erfahren habe und er hoffe, dass auch sie viele neue und interessante Dinge durch ihn erfahren hätten.

Alles Gute Boris,

alles Gute Lin.

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