Exkursion der FSL-Gartenbauer

Das Bodenseevergißmeinnicht bei Zech am Überflutungsgrund des Bodensees

Am Gestade des Schwäbischen Meeres hat unser Gartenbau-Naturforscher- Team am Donnerstag eine FLASCHENPOST gefunden. Wir waren sehr aufgeregt und hatten unter Mühe die viele Post aus dem engen Flaschenhals herausgeholt. Aber was war das für eine Überraschung! In dieser Flaschenpost waren mehrere Landkarten von einem besonderen SCHATZ. Diesen Schatz wollten wir finden! Auf geht’s!

EIDERDAUS - was war das für ein Schatz. Aber wo ist er zu finden? Wir fuhren in den WASEN bei Zech und liefen am Strand entlang: -nichts besonderes zu sehen-. Nach ratlosem Herumschlendern blickten wir verträumt vor uns hin. DAAAA SIEH: direkt vor unseren Zehen verbarg sich ein, nein zwei himmelblaue Blütchen mit darunter grünem Blattkranz sehr winzig in den Mulden und Zwischenräumen von Kieseln. Verwurzelt ist das winzige Pflänzchen in dem bisschen Erde zwischen und unter den Steinen, die in dicker Schicht übereinander liegen.

Ein großes HURRAAAHHHH  erschall! Aber soll das ein Schatz sein? Ist der nicht immer aus Goldmünzen und vergraben? - JA; ein SCHATZ ist es, und ein SELTENER SCHATZ dazu. Leider werden nur noch an zwei weiteren Stellen diese Pflänzchen gefunden. Von diesen stammen alle kultivierten Arten der Vergissmeinnicht ab, die die ganze Welt kennt. Aber der Schatz, der seltene, das Wunder ist, dass das Blümchen sich bei Sonne und Luft mit uns am Strand des Lebens erfreut hat, dass es jedoch ebenfalls lustig weiterlebt, sobald der Schnee in den Bergen schmilzt, den Bodensee füllt, das Wasser höher und höher ansteigt, und das Bodenseevergissmeinnicht in seiner Winzigkeit sich weiter des Lebens freut. Diese Befähigung haben die Kulturpflanzen unserer Gärten nicht mehr: dass sie unter Wasser ebenso gut wachsen und gedeihen, wie an Land! EINE WUNDERPFLANZE!

Peter Brose