Globales Lernen – Ist das Kunst oder kann das in den Müll?

Wir haben uns in den Schulwochen zwischen den Herbst- und Weihnachtsferien mit dem Thema „Müll und Kunst“ beschäftigt.

Wir haben dabei herausgefunden, dass auf der Welt sehr viel Müll produziert wird, und zwar in den westlichen Industrieländern wesentlich mehr als in den ärmeren Ländern. Allerdings haben gerade diese Länder auch ein großes Müllproblem, da sie den westlichen Ländern viel von deren Müll abkaufen und so das Problem „Wohin mit dem Müll“ verlagert, aber natürlich nicht gelöst wird. Ein Lösungsansatz ist die Wiederverwertung von noch nützlichen Stoffen – Wertstoffen – aus dem Müll.

Dafür ist es als ersten Schritt notwendig, den Müll gut zu trennen, so dass die Wertstoffe herausgeholt werden können. Wir haben uns dies vor allem am Beispiel des Handys näher angeschaut. Handys enthalten sehr viele wirklich wertvolle Stoffe wie Gold, das weiterverwendet werden kann. Es enthält auch viele giftige Stoffe, die sachgerecht entsorgt werden müssen.

Ein großes Problem dabei ist jedoch, dass eine große Anzahl von Handys einfach in den Restmüll geworfen werden oder irgendwo in Schubladen liegen bleiben, so dass die Wertstoffe verloren gehen.

Ein weiterer Stoff, mit dem wir uns intensiv auseinandergesetzt haben, ist Plastik, vor allem in Form von Plastiktüten. Diese werden häufig nicht richtig entsorgt und landen so im Meer, wo sie das Tier- und Pflanzenreich schädigen und dadurch letztendlich sogar in die Nahrungskette des Menschen gelangen.

Abgesehen von der Wiederverwertung von Roh- und Wertstoffen in weiteren Industrieprodukten wird Müll zunehmend in der Kunst verwendet. So können Designermöbel und Einrichtungsgegenstände aus Müll hergestellt werden, Bilder, Skulpturen und sogar Mode können aus Müll entstehen.

Wir haben uns dafür entschieden, zunächst einen Geldbeutel aus Tetrapaks zu falten und dann aus Müll Lampen herzustellen. Dazu haben wir sehr verschiedene Materialien verwendet: altes Papier, Fahrradreifen, gebrauchte Einmalbecher, Schwemmholz, leere Yoghurtbecher…

Und zu unserer Freude sind einige sehr schöne Stücke entstanden.