Malort

Inmitten unserer Schule gibt es einen ORT, in dem

  • Fünfköpfige Monster für das „Gute“ kämpfen
  • Blumen unter sengender Sonne schwitzen
  • Dunkle Vulkane rote Lavabrocken speien
  • Meerjungfrauen sich vermählen
  • Luxussuiten mit Achterbahnanschluss zu buchen sind
  • Fabelhafte Wesen über bunte Wiesen kreisen
  • Der Mount Everest mit der Trittleiter bezwungen wird

Dies alles und noch viel, viel mehr lässt sich im Malort unserer Schule erleben.

Hier, wo die Farben nach Marzipan riechen, darf  sich jeder frei entfalten. Man malt nur für sich und zur eigenen Freude,  muss weder andere beeindrucken oder beschenken noch deren Vorgaben und Ideen folgen. Im Malort entwickelt man Vertrauen in eigene schöpferische Fähigkeiten, es wächst die Erfindungsgabe wie auch die Individualität und macht stark.

Da keine Vorgaben, Kommentare oder Interpretationen gemacht werden, gibt es auch keinen Druck, keine Konkurrenz. Jeder malt für sich und spürt zugleich die Geborgenheit der altersgemischten Gemeinschaft. Hier ist das Tun, der Malprozess das Wesentliche, das Ergebnis ist nicht wichtig. Das Bild entsteht erst auf dem Weg mit jedem Pinselstrich. Dadurch, dass alles was geschieht, wertfrei auch so geschehen kann, ist es dem Malenden möglich, aus seiner  Intuition zu schöpfen. Der Pinsel folgt also nicht einer im Verstand abgespeicherten Bildvorgabe, sondern der individuellen Intuition. Die Malspielenden können sich angstfrei auf das einlassen, was geschieht und sich so lustvolle Abenteuer auf dem Papier ermöglichen.

Im Mai 2014 eröffnete André Stern (Sohn von Arno Stern, dem Erfinder des Malortes www.arnostern.com ) unseren 1. Malort im damaligen Werkstatt-Außengelände. Zum Schuljahresbeginn 15/16 ist der Malort, zusammen mit dem benachbarten  Malatelier, ins Erdgeschoss des Schulgebäudes umgezogen. Seither haben viele große und kleine Leute das Malen auf den großformatigen Blättern genossen. Zeugnisse dieser Aktivitäten sind die zahlreichen Schatzkisten, in denen die Bilder aufbewahrt werden, sowie die farbigen Muster, die hierbei auf der Packpapiertapete an den Malortwänden, entstanden sind.

Aktuell gibt es neben zwei festen stufenübergreifenden Nachmittagsmalgruppen (Montag und Donnerstag), auch ein relativ offenes Angebot am Mittwoch während der Mittagsfreizeit und am Donnerstagvormittag nach der Pause. Es freut uns sehr, dass unsere Schülerinnen und Schüler die Malspielstunden so gerne wahrnehmen. Allerdings war daher in diesem Schulhalbjahr eine Teilnahme für Menschen außerhalb unserer Schulgemeinschaft leider nicht möglich.

Ich freue mich über alle, die  gerne noch mehr über das Geschehen in diesem so besonderen Ort an unserer Schule erfahren möchten und lade ein, mit mir ins Gespräch zu kommen.

Barbara Bosch-Becher (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
(ausgebildet zur Dienenden Rolle im Malspiel bei Arno Stern)