Pädagogischer Tag

Es gibt immer Themen, die uns als Schule, Team, Gruppe, Pädagogen beschäftigen. Bein denen wir über einen längeren Zeitraum merken, dass irgendetwas nicht stimmig ist. Dass etwas verändert werden muss. Dass etwas nicht so läuft, wie wir es gerne hätten. Dass es Probleme gibt, die keiner haben möchte.

Dieses Jahr war das große Thema vom Pädagogischen Tag am Buß- und Bettag: „Team“

Nachdem Sabine leider an diesem Tag nicht da sein konnte, das Thema aber alle betrifft, haben Anne und ich (Ute) uns dafür entschieden, den Tag zu planen und zu gestalten.  Eingeladen wurden alle, die hier an der Schule einen festen Bestandteil des morgendlichen „Unterrichts“ darstellen.

Los ging es mit einem Theaterwarmup. Stöcke werfen und fangen und üben Ja zu sagen zu Vorschlägen einer Gruppe, auch wenn man selbst gerade keine Lust darauf hat.

Danach würde es gemütlich, aber auch gedankenschwer. Mit der Methode des World-café beschäftigten wir uns mit immer neuen Gesprächspartnern um folgende Fragen:

  • Was ist ein Team? Teamgedanken
  • Wo zeigen wir uns als Team? Für was stehen wir?
  • Wo haben wir den Raum ein Team zu sein? Was fehlt uns? Was wollen wir?
  • Wann/Wo sind alle Schüler EIN Team? Eine Schülerschaft?

Es wurde viel geredet, diskutiert, nachgedacht und geplant. Ein gutes Miteinander kann nur funktionieren, wenn das Miteinander die Grundlage ist. Wir wollten mit dieser Arbeit überlegen, wo können wir das große Miteinander besser unterstützen, spüren und fördern. Nicht nur bei uns, sondern auch bei den Schülern. „Nur gemeinsam sind wir stark“ funktioniert nicht, wenn manche sich alleine fühlen, Schüler in ihren Gruppen denken, Lehrer in ihren Stufen festsitzen. Es kamen einige tolle Ideen zustande, die nun auf ihre baldige Umsetzung warten. Dies wird Thema beim Pädagogischen Wochenende sein ;)

Unterbrochen wurde das ganze durch ein Theaterpädagogisches Spiel: Reise nach Jerusalem…ohne Rausfliegen. Das heißt…es werden zwar immer weniger Stühle, aber nicht weniger Mitspieler und es müssen immer alle auf den Stühlen Platz haben, ohne dass ein Fuß den Boden berührt. Es war ein schöner Anblick 16 Menschen auf 3 Stühlen zu sehen.

Nach der Mittagspause mit Pizza, ging es weiter in die Werkstatt. Hier wurde ein großes gemeinsames Board mit Händen und Farben gestaltet und Stimmungszettel ausgefüllt. Gemeinsam etwas schaffen und selbst in sich gehen und spüren: Wie geht es mir? Wie fühle ich mich an dieser Schule? Was wünsche ich mir? Was fehlt mir?
Diese Dinge wurden nicht nachbesprochen. Es wurde nicht nach Lösungen von auftauchenden Problemen gesucht, denn manchmal reicht es auch schon, sich etwas bewusst zu machen, über die Aussage eines anderen nachzudenken und auf Situationen mal anders zu achten.

Zum Schluss wurden dann noch Hospitationstermine ausgemacht. Auch das fällt unter das Thema „Miteinander“ und „Team“. Sich gegenseitig Kennenlernen, die Arbeit der anderen sehen, sich gegenseitig unterstützen, wahrnehmen, wertschätzen und helfen waren die Hintergedanken dazu.
Und einige dieser Hospitationen fanden auch schon statt.

Nun habt ihr einen kleinen Einblick, was ein Pädagogischer Tag ist und was da so in der Schule läuft. Der nächste kommt bald.